Klappentext
Der Schlüssel ...
zur Macht liegt in Melissas Händen. Mit ihrem Ring der Nacht kann sie das Tor öffnen, das den Dämon Yrioneth seit Jahrhunderten aus dieser Welt verbannt.
Ein unschuldiges Kind ...
soll dafür geopfert werden. Und ausgerechnet ein Vampir kann es von seinem dunklen Schicksal erlösen.
Eine tödliche Falle ...
lauert auf Armand in der düsteren Festung seines Gastgebers. Nur wenn er ihr entrinnt, kann er Melissa retten.
Zwei Männer ...
treten in Melissas Leben. Beide sind gefährlich und stellen Melissa auf eine harte Probe.
Manche Türen ...
sollten nie geöffnet werden.
Leseprobe
„Oh, du tust mir ja so leid, Warren“, erklang eine heuchlerische Stimme aus dem Schatten. Warren fuhr erschrocken herum und blickte in Dracons vertrautes, jedoch nicht gerade geschätztes Antlitz. „Sehnst dich so sehr nach Mel, warst so voller Hoffnung, nachdem dein Nebenbuhler nun endlich das Weite gesucht hat und was tut deine Angebetete? Springt mit dem nächstbesten Bluttrinker in Miami in die Kiste. Wie unsensibel von ihr.“ „Wovon redest du? Was willst du überhaupt hier?“ Der schwarzhaarige Vampir mit dem trügerischen Engelsgesicht erhob sich betont langsam vom Bett und lächelte Warren mitleidig an. „Hast du es nicht gespürt? Nein?“ Er tat enttäuscht. „Wenn du einer von uns wärst, hättest du es ganz sicher gespürt. Jeder hat das. Und die meisten werden auch wissen, was es bedeutet.“ „Spar dir deine undurchsichtigen Reden und sag was du willst. Und dann verschwinde von hier, und zwar schleunigst.“ Dracon schüttelte entrüstet den Kopf. Warren war unbehaglich zumute in der Nähe dieses Vampirs. Zu gut erinnerte er sich an ihre letzte Begegnung. „Das ist nicht gerade höflich von dir, Warren. Wo ich es nur gut meine. Ich hätte es dir ja gerne schonend beigebracht, aber gut. Wenn du es auf die harte Tour willst: Melissa hat sich einen neuen Liebhaber zugelegt. Und zwar aus der Blutlinie Tizians. Ein schweres Vergehen. Wenn Kaliste noch an der Macht wäre, würde man Mel dafür vermutlich hinrichten. Aber …“, er machte eine vage Geste, „zum Glück hat unsere Königin ja nichts mehr zu melden.“ Was erzählte dieser Kerl da nur? Mel und ein anderer Vampir? Und was für ein Vergehen sollte das sein? Soweit er wusste, waren Vampire nicht zimperlich, was die Wahl ihrer Bettgespielen anging. Das war kein Verbrechen, sondern völlig normal für ihre Art. Mel war eine Ausnahme, sie und Armand hatten lange Zeit eher monogam gelebt. Jetzt war Armand fort, sehr viel hatte Melissa ihm nicht dazu gesagt. Natürlich kam wieder Hoffnung in ihm auf, aber spätestens seit ihrem gemeinsamen Einsatz in Miami war ihm klar, dass es ein Wunschtraum blieb. „Vielleicht kann ich dich ein wenig trösten“, wisperte Dracon dicht an seinem Ohr. Warren sprang vor Schreck einen Satz zurück. Er hatte nicht bemerkt, wie sich der Vampir näherte. Dieser lachte über seine Reaktion. „Du hast doch nicht etwa Angst vor mir, Warren? So viel sollte Mel dir doch über uns beigebracht haben. Dass man keine Angst zeigen darf. Ist wie mit Hunden. Die beißen auch, wenn du dich fürchtest.“ Zum Beweis bleckte er seine Fänge und Warren brach der Schweiß aus. Dracon näherte sich mit lüsternem Grinsen. „Du schwitzt ja, Warren.“ Die Tür hinderte ihn daran, noch weiter zurückzuweichen, aber an den Griff kam er nicht heran. Der bohrte sich schmerzhaft in seinen Rücken. Dracon stellte sich breitbeinig vor ihn, ließ seinen Blick bedächtig über Warrens Gesicht wandern und streichelte mit dem Daumen über seine Wangenknochen. „Zieh dich aus, mein Schöner.“ Warren dachte nicht im Traum daran, doch als er sich mit wütendem Schnauben zur Seite abwenden wollte, packte der Vampir plötzlich seinen Arm, verdrehte ihn so heftig, dass Warren überrascht aufschrie. „Tu, was ich dir sage“, zischte Dracon. „Ich denke überhaupt nicht dran, du Teufel. Lass mich sofort los.“ Der Vampir schüttelte mit einem Ausdruck des Bedauerns den Kopf. In der nächsten Sekunde fand sich Warren am Boden wieder, die Arme auf den Rücken gedreht und in einem schraubstockartigen Griff fixiert. Stoff zerriss, als ihm die Kleider regelrecht vom Körper gerissen wurden. Doch damit nicht genug, zwang Dracon, kaum, dass er ihn wieder auf die Füße gezerrt hatte, seine Arme über seinen Kopf und bog das rechte Handgelenk weit nach hinten. Warren brüllte vor Schmerz, hörte es knacken und ihm wurde heiß und kalt. „Nicht so laut!“, ermahnte Dracon. „Sonst stört uns noch jemand.“ Er grinste sardonisch und verdrehte das Gelenk ein bisschen mehr. „Schmerz ist etwas Wundervolles, nicht wahr, Warren?“ Ihm wurde schwarz vor Augen, als die Pein in einer Welle über ihn hinwegspülte. „Schmerz ist göttlich.“ Er ließ seine Hand wieder los, doch beim Versuch, sie herunterzunehmen musste Warren feststellen, dass mit der Durchblutung ein heftiges Pochen einherging. Also hielt er sie vor sich und versuchte, in den Schmerz hinein zu atmen, wie man es ihnen beim MI5 beigebracht hatte, für den Fall, dass sie im Einsatz verletzt wurden und nicht sofort medizinisch versorgt werden konnten. Die Qual ließ nach, was auch daran lag, dass Dracon seine Aufmerksamkeit wieder in Anspruch nahm, indem er anfing, Warrens Hals und seine Brust zu streicheln. Seine Lippen streiften seinen Mund und er ließ seine Zunge neckend hineingleiten, was in Warren eine Mischung aus Übelkeit und Erwartung auslöste, die ihn erschreckte. Er spürte Dracons Atem an seinem Ohr. „Hast du es jemals mit einem Mann getrieben, Warren?“ Die Übelkeit überwog und er musste würgen. „Weißt du, wie es sich anfühlt?“ Seine Hände glitten tiefer, über Warrens Bauch, fassten ihm zwischen die Beine. Warren war wie gelähmt vor Schock und wagte nicht, sich zu bewegen. Aber trotz seiner Ablehnung und ungeachtet der pochenden Schmerzen in seinem Handgelenk, erregte ihn, was der Vampir tat. „Ja, gut so“, schnurrte Dracon und seine Stimme hatte etwas Einlullendes. „Du magst das, ja? Gib zu, dass du es magst. Schmerz und Lust liegen so nah beieinander, Warren. Ich kann dir zeigen, wie nah.“ Seine weichen Lippen tupften kühle Küsse auf Warrens Haut. Die Wangen, die Kehle, die Schultern. Er umschloss eine Brustwarze und saugte daran. Das Ziehen, das sich bis in seine Lenden fortpflanzte, war Warren peinlich, aber er kam nicht dagegen an. „Ich kann dich dazu bringen, dass du dich vor Lust windest und mich um mehr von diesen süßen Schmerzen bittest. Sag mir, Warren, soll ich das tun?“ Mel hatte ihn gewarnt. Vor ihresgleichen. Vor allem aber vor Dracon. Doch all ihre Ratschläge und Ermahnungen nutzten ihm jetzt nichts. Mit jedem Kuss, mit jedem Fingerstreich über seine Haut begehrte er diesen schwarzen Teufel mehr und sehnte sich tatsächlich nach dem, was er ihm bot, auch wenn er sich gleichzeitig selbst dafür in die Hölle wünschte. Der Vampir drückte ihn gegen die Wand. Sein Körper schmiegte sich an ihn, ließ ihn deutlich die Erregung spüren. Das Pochen in seinem Handgelenk machte ihn wahnsinnig vor Schmerz, aber gleichzeitig richtete sich seine Männlichkeit auf, reckte sich Dracon entgegen. „Bitte nicht“, versuchte er es noch einmal. „Lass mich gehen, ich …“ „Spreiz deine Beine“, drängte Dracon und seine Stimme klang sanft. Zögern kam er der Aufforderung nach. Dracon berührte ihn zärtlich, massierte seinen Schwanz und seine Hoden, wusste genau, wie er ihm Lust bereiten konnte. Dieser Teufel, egal wie sehr Warren um Beherrschung kämpfte, er erlag den Gefühlen, die dieses sinnliche Spiel in ihm wach rief. Er spürte, wie er härter wurde, je länger Dracon ihn berührte. Langsam streichelte er die Spalte seiner Pobacken und als er einen Finger in ihn schob, erstarrte Warren vor Schreck. „Ah, entspann dich. Wenn du dich entspannst, wird es gar nicht mal so übel sein.“ Federleicht strich er seine andere Hand über das verletzte Handgelenk. Warren wurde schwarz vor Augen. „Es ist viel einfacher, wenn du dich nicht wehrst“, lockte Dracon. Sein Körper reagierte inzwischen unabhängig von seinem Willen und öffnete sich den behutsamen Fingern, die seinen Anus massierten, bis er schließlich leise stöhnte vor Lust. „Ja, das gefällt dir, nicht wahr? Gut so. Und glaub mir, es wird noch viel besser.“ Er ließ sich willenlos mit dem Gesicht zur Wand drehen, hoffte, wenn er sich gefügig zeigte, würde Dracon es dabei belassen, ihn nur zu berühren. Doch seine Hoffnung wurde jäh zerstört, als er hörte, wie der Vampir seine Hose öffnete und gleich darauf mit einem harten Stoß tief in ihn drang. Das Gefühl zerriss ihn fast, doch sein Aufschreien amüsierte Dracon. Wieder nutzte er den Schmerz in Warrens Handgelenk, um ihn sich gefügig zu halten, jeden Widerstand, den er vielleicht leisten mochte, im Keim zu ersticken. Warren hätte alles getan, wenn Dracon nur nicht wieder an sein Handgelenk fasste. Als habe er seine Gedanken gelesen, glitt seine Hand schon im nächsten Moment wieder zu der pochenden Stelle und drückte fest zu. Warren stöhnte laut, doch schon rollte die nächste Welle der Lust über ihn hinweg, als Dracon wieder in ihn drang, nur sehr viel sanfter diesmal. Ein Schauer überlief ihn und aller Schmerz war vergessen. Dracon rieb seine Nase an Warrens Hals, küsste die empfindliche Haut, zog eine heiße Spur mit seiner Zunge bis hinab zu seiner Schulter. Warren keuchte, als der Vampir seine Zähne tief in sein Fleisch grub, aber das Saugen löste einen lustvollen Schauer bei ihm aus und er lehnte sich fester an die Brust seines dämonischen Liebhabers. Wie von selbst begann er, sein Becken im gleichen Rhythmus zu bewegen, sein Geschlecht in die zärtliche, kosende Hand zu schmiegen. Dracons andere Hand gab sein verletztes Gelenk frei, wanderte stattdessen über seinen Brustkorb, spielte mit den harten Warzen, kniff sanft hinein und glitt schließlich zu Warrens Bauch, legte sich fest auf die glatten Muskeln und zog seinen Körper näher an sich heran. Seine Stöße wurden schneller, härter. Warren biss die Zähne zusammen, wusste kaum mehr, wo die Grenze war zwischen Lust und Schmerz, aber er wollte auf keinen Fall, dass Dracon aufhörte, ihn zu vögeln. Sein Unterleib pulsierte, zog sich zusammen, er fühlte den Moment der Erlösung nahen und ergab sich schließlich mit einem lauten Stöhnen seinem Höhepunkt. „Siehst du“, flüsterte Dracon heiser, „ich halte meine Versprechen, mein Schöner. Ich kann dir sehr viel mehr geben, als du ahnst.“
|